Architektur in Nord-Sumatra

Projektzeitraum: Februar 2013 – Oktober 2015
Projektleitung: Andrea Rieger-Jandl
Projektfinanzierung TU Wien, IVA Institut für vergleichende Architekturforschung
Projektteam: Andrea Rieger-Jandl, Irene Doubrawa, Erich Lehner, Ulrike Herbig
Projektpartner: University of North Sumatra, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie Universität Wien
Publikation Doubrawa Irene, Lehner Erich, Rieger-Jandl andrea (Hg.): THE ARCHITECTURE OF SUMATRA with focus on Toba Batak, Karo Batak and Minangkabau, IVA Verlag Wien, erscheint 2015

Architektur in Nord-Sumatra

Fokus: Toba Batak, Karo Batak, Minangkabau

 

Projekt-Voraussetzungen:

Die indonesische Insel Sumatra weist ein einzigartiges architektonisches Erbe auf. Durch globale Einflüsse und kulturelle Veränderungen befindet sich die Architektur in einem Prozess des Wandels. Spannungen ergeben sich aus dem Festhalten an der traditionellen Lebensweise, adat, und aus dem sehr unmittelbaren Wunsch nach Fortschritt und Entwicklung. Dies spiegelt sich im Umgang mit dem traditionellen architektonischen Erbe wider, wobei die Ethnien der Toba Batak, Karo Batak und Minangkabau sehr unterschiedlich reagieren.

 

Projektinhalt:

Projektinhalt ist eine interdisziplinäre Analyse der Architektur der Toba Batak, Karo Batak und Minangkabau mittels vergleichender Studien und die Ermittlung der Bedeutung und des kreativen Potentials der einzelnen Bauformen, sowie deren Einfluss auf historische und aktuelle Identifikationsprozesse. Untersucht werden sowohl die Siedlungsstrukturen als auch die einzelnen Bauformen, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Dreiteilung der Architektur in Fundament, Mittelzone und Dachzone gelegt wird. Die einzelnen Zonen werden sowohl in konstruktiver als auch in symbolischer Hinsicht analysiert.

 

Methoden:

Die Forschungen basieren auf einer im Februar 2014 durchgeführten interdisziplinären Feldstudie mit Studierenden und Lehrenden aus den Bereichen Architektur, Raumplanung, Kunstgeschichte, Anthropologie und Soziologie. Es wurden sowohl Methoden der Bauforschung (Dorfanalyse, Bauaufnahmen etc.) als auch der anthropologischen Feldforschung (Interviews, Beobachtung) herangezogen.