Vortrag: Entwicklung eines integrierten Restaurierungskonzepts für die Kunst und Architektur des Museum Affandi in Yogyakarta, Indonesien

Veranstaltungsbild
  • Zeit: 23.11.2017, 19:00 bis 21:00
  • Ort: Technische Universität Wien Hörsaal 7 - Schütte-Lihotzky Hörsaal 1040 Wien, Karlsplatz 13, Stiege VII, Erdgeschoß

Affandi (1907-1990) zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Künstlern Indonesiens. Sein reiches Schaffen umfasst hunderte Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, aber auch ein Museum, das seine Kunst präsentiert. Für den Entwurf des Museums ließ sich Affandi sowohl von moderner Kunst als auch von der traditionellen vernakulären Architektur Indonesiens inspirieren. Der Gebäudekomplex stellte gleichermaßen Wohn-, Schaffens- und Ausstellungsort für Affandi und seine Familie dar. Die Anlage befindet sich in einem anmutig gestalteten Garten mit üppigem Baum- und Pflanzenwuchs. Seit in den 1960er Jahren mit dem Bau des Museums in der Innenstadt von Yogyakarta am Ufer des Gajah Wong Flusses begonnen wurde, ist das ursprüngliche Gebäudeensemble in mehreren Bauphasen um zusätzliche Galerien, eine Restaurierungswerkstatt sowie Lager- und Serviceräume erweitert worden. Heute zeigen die meisten der Gebäude Verfallserscheinungen, welche auch den Zustand der Kunstwerke beeinträchtigen.

Inspiriert von Affandi’s Tochter Kartika Affandi arbeiten Wissenschafter der Donauuniversität Krems und der Technischen Universität Wien seit 2016 gemeinsam mit Kollegen der Universitas Gadjah Mada in Yogyakarta an einem Konzept zur nachhaltigen Restaurierung der Kunst und Architektur des Museum Affandi. Der Vortrag zeigt den Fortschritt des Projekts.

Patricia Engel, ist die Leiterin des European Research Centre for Book and Paper Conservation-Restoration am Zentrum für Kulturgüterschutz an der Donau-Universität Krems, Österreich. Als akademische Restauratorin arbeitet sie zudem als Wissenschaftlerin und als Restauratorin für Archive, Graphiksammlungen, Bibliotheken und Museen in der Buch- und Graphikrestaurierung.

Ulrike Herbig, arbeitet als Senior Scientist an der Fakultät für Architektur und Planung der TU Wien und ist verantwortlich für die Koordination und Betreuung von Forschungsprojekten sowie für internationale Beziehungen der Fakultät. Nach dem Studium der Geodäsie begann sie mit der wissenschaftlichen interdisziplinären Erfassung, Dokumentation und Analyse der gebauten Umwelt.

Unter Mitarbeit von:
Gudrun Styhler-Aydin studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin. Sie promovierte an der TU Wien und arbeitet als Assistentin am Fachbereich für Baugeschichte und Bauforschung. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Bauforschung von antiken, aber auch zeitgenössischen Gebäuden. Sie ist Experte für antike Theater in der Türkei.

Ulrich Pont studierte Architektur an der TU Wien, wo er jetzt als Universitätsassistent an der Abteilung für Bauphysik und Bauökologie am Institut für Architekturwissenschaft arbeitet. Seine Hauptforschungsinteressen sind die Erfassung und Analyse der Gebäudeperformance und die Adaption von Gebäuden zur Verbesserung ihrer Innenraumumgebung.

Doris Grandits hat 2016 ihren Master in Architektur abgeschlossen und arbeitet als Assistentin am Institut für Denkmalpflege am Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege der TU Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Theorie und Praxis der Denkmalpflege sowie die Vermessung und Dokumentation traditioneller Architektur.

Lukas Stampfer arbeitet an der Abteilung für Baugeschichte und Bauforschung an seiner Masterarbeit über Erdarchitektur in nordeuropäischen Regionen. Während seines Studiums war er bereits an verschiedenen Projekten zur Erfassung und Dokumentation historischer und zeitgenössischer Bauwerke in Europa und Asien beteiligt.


Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Indonesischen Botschaft in Wien statt