Hisn al-Bab, Ägypten

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Projektzeitraum: seit 2012 laufend
Projektleitung: Bauforschung: Marina Döring-Williams, Gesamtprojektleitung: Pamela Rose (ÖAI Kairo)
Projektfinanzierung: FWF
Projektteam: Marina Döring-Williams, Irmengard Mayer, Thomas Mitterecker, Sascha Rasztovic Gudrun Styhler-Aydin

Hisn al-Bab ist ein Festungsbau, gelegen an der historischen Grenze zwischen Oberägypten und Nubien gleich südlich des ersten Katarakts des Nils, wo sich heute der Stausee zwischen High- und Low-Dam bei Assuan befindet. Die ältesten Teile stammen bereits aus spätrömischer Zeit, dem 6. Jh. n. Chr. Die jüngsten Bauphasen datieren auf das 10. Jh. n. Chr. zurück.

Die Archäologen des ÖAI (Österreichisches Archäologisches Institut) begannen 2009 mit den ersten Grabungsarbeiten an der Hügelkuppe innerhalb der römischen Festungsanlage, wo sie sich Erkenntnisse über Lebensalltag, Handel und Kontrolle an der Grenze erhofften.

Zur vollständigen Dokumentation der Wehranlage wurde die TU Wien hinzugezogen, die in Folge das ganze Gelände mittels terrestrischem 3D-Laserscanner mit sehr hoher Auflösung vermaß. In 10 Tagen wurde das Gebiet aus 211 Scanpostitionen heraus nahezu lückenlos erfasst. Durch zeitgleiche fotografische Aufnahme entstand eine 3D-Punktewolke, die auch über RGB-Werte verfügt. Dadurch und durch die hohe Auflösung konnten formtreue Ansichten aller Wandflächen erzeugt werden, die in weiterer Folge als Grundlage für Kartierungen dienen sollen.