Vortrag: „Archäologie eines lebendigen Dorfes“

Veranstaltungsbild
  • Zeit: 27.10.2016, 19:00 bis 21:00
  • Ort: Technische Universität Wien, Hörsaal 7 - Schütte-Lihotzky Hörsaal, 1040 Wien, Karlsplatz 13, Stiege VII, Erdgeschoß

Archäologie eines lebendigen Dorfes

Bemerkungen zu Stand und Möglichkeiten der Erforschung eines Dorfhauses im Jahre 2015 in Mähren

Archäologische Dorfforschung repräsentiert eine der wichtigsten Branchen der historischen Archäologie. Auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik erlebte sie ihre Blütezeit in den 1960er – 1990er Jahren. Während dieser Periode untersuchte man jedoch nur Dorfwüstungen aus dem 15. Jahrhundert (Pfaffenschlag, Mstěnice oder Bystřec in Mähren, in Böhmen vor allem Svídna). Die Ergebnisse dieser Ausgrabungen wurden in gewissem Sinn zu einem allgemein akzeptierten Dogma.

Die Gesellschaft Archaia Brno, die sich insbesondere mit der Erforschung des historischen Stadtkerns von Brünn und einiger weiterer Denkmalobjekte im Gebiet der südmährischen Region und der Hochlandregion beschäftigt, realisierte in den letzten Jahren etwa zehn Untersuchungen in bewohnbaren Dorfhäusern. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen lieferten in einiger Hinsicht andere Informationen als es bei den Ausgrabungen von Dorfwüstungen der Fall war. Dies betrifft vor allem die Kontinuität der Bauten, deren räumliche Anordnung und vor allem die angewandten Bautechniken und deren Veränderungen im Laufe der Zeit.

Vortragssprache: Deutsch

Vortragende:
Mgr. Václav Kolařík
David Merta
Mgr. Marek Peška PhD.