VORTRAG – Flächentragzelte – Scherengitterzelte und andere Gerüstzelte

  • Zeit: 31.05.2012, 19:00 bis 21:00
  • Ort: HS 7 Schütte-Lihotzky Hörsaal, Stiege 7, Erdgeschoß

Dr. P. A. Andrews
Flächentragzelte – Scherengitterzelte und andere Gerüstzelte

Zeit: Donnerstag, 31.05.2012, 19:00 (! statt 18:15 !)
Ort:
Technische Universität Wien
Hörsaal 7 – Schütte-Lihotzky Hörsaal
1040 Wien, Karlsplatz 13, Stiege VII Erdgeschoß

———————————–

a. Flächentragzelte:
Schwarzzeltformen lassen sich von der Art der Webtechnik, des Stützsystems, vom Klima und vom Lebensstil herleiten. Diese Faktoren stehen in gegenseitiger Wechselwirkung und führen zu einer Reihe von verwandten und bedeutsamen Ausformungen. Diese können zum Teil ethnisch gegliedert werden – iranisch, arabisch, berberisch oder tibetisch. In manchen Fällen überschneiden sich die Merkmale. In diesem Vortrag wird versucht einen Leitfaden durch diese Beziehungen zu erörtern.

b. Scherengitterzelte und andere Gerüstzelte:
Die sogenannte Jurte Zentralasiens ist mit Strukturen verwandt, deren Stützsysteme unabhängig von ihren Hüllen aufgeschlagen werden. Diese Varianten basieren auf Vorfabrikation und Standardisierung. Die Jurte lässt sich offensichtlich von einem Prototyp ableiten, welchem örtliche, weitgehend innerhalb ethnischer Grenzen verbreitete und auf verschiedenen Ebenen gebildete Untertypen zugeordnet werden können. Diese haben sich gegenseitig beeinflusst. Die in manchen Fällen sehr große Verbreitung von bestimmten nomadischen Gruppen haben sicherlich zu diesen Einflüssen beigetragen.

Dr. P.A. Andrews ist ein auf Behausungen, vorrangig in warmen Klimaten spezialisierter Architekt. Er beschäftigt sich seit 1966 mit Nomadenzelten. Sein Diplom als Architekt erwarb er 1962 in London. Er promovierte 1980 an der School of Oriental and African Studies an der University of London in den Fächern Ethnologie und Orientalische Kunstgeschichte – mit besonderem Bezug auf die Geschichte der islamischen Architektur. Er spricht Türkisch und Persisch und beschäftigte sich eingehend mit russischen Quellen. Seine Feldforschung seit 1966 reicht von Marokko bis in die Mongolei und inkludiert Vermessungen von vielen alten Museumsexemplaren.

———————————–

Anschließend laden wir zu einem kleinen Umtrunk am Fachgebiet Baugeschichte und Bauforschung, Stiege 3, 3. Stock.