VORTRAG – Gerold Esser – Der ImageLaserScanner – ein Multitalent ! Kann der 3D-Laserscanner ein konventionelles Bauaufmaß ersetzen ?

Gerold Esser
Internationales Kolloquium „Von Handaufmaß bis Hightech III. Erfassen, Modellieren, Visualisieren. 3D in der Bauforschung“
25. – 27. Februar 2010

Zeit: 25. Feb. 2010
Ort: BTU Cottbus
Programm

Fokus des Beitrags ist eine kritische Bestandsaufnahme der Möglichkeiten und Grenzen einer kombinierten Geometrie- und Texturaufnahme im Hinblick auf eine qualitätvolle und Kosten-Nutzen-effektive Ausarbeitung von Plangrundlagen für die historische Bauforschung und Restaurierungsplanung.

Anhand von Forschungsprojekten und Auftragsforschungen aus den Bereichen der Architekturdokumentation, historischen Bauforschung und Archäologie sollen einige Aspekte, die maßgeblich die Leistungsfähigkeit innovativer 3D-Aufnahme-Systeme bestimmen, beleuchtet werden:

Wie ist nach Jahren der Weiterentwicklung der Geräte der technologische Fortschritt der Aufnahmesysteme im Hinblick auf die Messgenauigkeit, Aufnahmegeschwindigkeit, Informationsdichte und Informationsvielfalt zu bewerten? In welcher Weise hat sich die Bedienbarkeit von Geräten und Software sowie ihr Handling im spezifischen Kontext zerstörungsfreier Aufnahmen von Baudenkmälern und archäologischen Objekten entwickelt? Unterscheidet sich die Adaptivität der 3D-Aufnahmesysteme im Hinblick auf unterschiedlichste Aufgabenstellungen im Vergleich mit den bewährten Aufnahmestrategien? Welche Vielfalt der ableitbaren Aufnahmeprodukte ist laserbasierten Scannern im Verein mit digitaler Photographie und einem ganzen Bündel an Verarbeitungssoftware eigen? Wie gestaltet sich das Verhältnis von Aufnahme und Auswertung im Vergleich mit herkömmlichen Aufnahmemethoden? Ergeben sich aus den neuen Aufnahmestrategien Vorteile und welcher Art sind die Schnittstellen der Ergänzung traditioneller und innovativer Aufnahmemethoden? Und nicht zuletzt: Ist mit den neuen Geräten notwendigerweise eine fortschreitende Aufgabenteilung innerhalb eines Aufnahmeteams verbunden und wie verändert sich in der Folge das Verhältnis der Anwender zu „ihrem Bauwerk“?