{"id":3197,"date":"2018-10-07T09:52:00","date_gmt":"2018-10-07T07:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/?p=3197"},"modified":"2023-11-22T11:30:14","modified_gmt":"2023-11-22T10:30:14","slug":"kulturelles-erbe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/kulturelles-erbe\/","title":{"rendered":"Kulturelles Erbe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Editorial im Magazin &#8220;kunst und kirche&#8221; Ausgabe 3.2018<\/h2>\n\n\n\n<p>Negar Hakim und Anna Minta<\/p>\n\n\n\n<p>Das Europ\u00e4ische Kulturerbejahr 2018 will unter dem Titel \u201eSharing Heritage\u201c das Bewusstsein f\u00fcr ein europ\u00e4isches Kulturerbe (immateriell\/materiell) st\u00e4rken, das die Vielfalt von lokalen, regionalen, nationalen und grenz\u00fcberschreitenden Traditionen erkennt und wertsch\u00e4tzt. Kulturerbe ist letztendlich das Ergebnis vielf\u00e4ltiger Transfer- und Transformationsprozesse. Im Zentrum stehen damit dynamische Prozesse des Austausches in der Vergangenheit. Das Wissen darum soll zugleich handlungsleitend f\u00fcr Gegenwart und Zukunft sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Heft 3\/2018 von kunst und kirche greift das Motto des Kulturerbejahres 2018 auf und weitet den \u201aeurop\u00e4ischen\u2019 Blick, indem es Kultur- und Wissenstransfer in globaler Perspektive diskutiert. Zugleich wird nach dem Verh\u00e4ltnis von kulturellem Erbe und Religion gefragt. Vor dem Hintergrund aktueller Kontroversen um kulturelle und religi\u00f6se Vielfalt wird hier auch die kritische Frage nach einer Politisierung von Konzepten des kulturellen Erbes und von Religion gestellt. Es ist zu beobachten, dass Begriffe wie Tradition, Heimat, kulturelles und religi\u00f6ses Erbe in unterschiedlichen politischen und soziokulturellen Kontexten h\u00e4ufig f\u00fcr die Formulierung einer spezifischen, und damit exklusiven Identit\u00e4t genutzt wird. Im Gegensatz dazu hoffte die Europ\u00e4ische Union als Ausloberin des Europ\u00e4ischen Kulturerbejahres, \u201edas Bewusstsein f\u00fcr die europ\u00e4ische Geschichte und die europ\u00e4ischen Werte zu sch\u00e4rfen und das Gef\u00fchl einer europ\u00e4ischen Identit\u00e4t zu st\u00e4rken\u201c. So ist jedoch bereits die Idee einer \u201eeurop\u00e4ischen Identit\u00e4t\u201c fragw\u00fcrdig. Konstruktionen des Eigenen und Imaginationen des Fremden folgen meist einer Strategie, ein Identifikationsmuster kollektiver Gemeinschaftsstiftung in Abgrenzung zum Anderen anzubieten. Identit\u00e4t als Konstrukt, Identifikation als soziopolitische und kulturelle Strategie sollen in Heft 3 exemplarisch an Bauund Kunstprojekten diskutiert werden, die in der Eigenwahrnehmung und\/ oder Fremdzuschreibung als identit\u00e4tsstiftender Beitrag zur Formierung einer nationalen Kultur gelesen wurden respektive werden. Mit dem Verst\u00e4ndnis von kulturellem und religi\u00f6sem Erbe als Produkt und als kontinuierlicher Prozess von Transfer und Transformationen tr\u00e4gt das Heft zu den aktuellen Diskussionen um Kultur, Religion, Identit\u00e4t und Heimat bei. Hier werden Stereotypen des Globalen als das mutma\u00dflich Homogenisierende und das Lokale und Regionale als das Heterogene und Authentische hinterfragt und die vieldimensionalen Prozesse des Durchdringens von dem Eigenen und Fremden, von Heimat und Welt als dynamischer Kulturtransfer respektive (neo)kolonialer Aneignungsakt untersucht. Welche Rolle spielen Architektur und Kunst in diesen Prozessen der Sinn- und Identit\u00e4tsstiftung, indem sie unseren Lebensraum gestalten und sozialen Handlungsraum pr\u00e4gen? Und welche Bedeutung besitzen das kulturelle Erbe und das christliche (Kultur-) Erbe f\u00fcr die Gemeinschaft?<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunstundkirche.com\">kunst und kirche<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Editorial im Magazin &#8220;kunst und kirche&#8221; Ausgabe 3.2018 Negar Hakim und Anna Minta Das Europ\u00e4ische Kulturerbejahr 2018 will unter dem Titel \u201eSharing Heritage\u201c das Bewusstsein f\u00fcr ein europ\u00e4isches Kulturerbe (immateriell\/materiell) st\u00e4rken, das die Vielfalt von lokalen, regionalen, nationalen und grenz\u00fcberschreitenden Traditionen erkennt und wertsch\u00e4tzt. Kulturerbe ist letztendlich das Ergebnis vielf\u00e4ltiger Transfer- und Transformationsprozesse. Im Zentrum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3198,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[69,116],"class_list":["post-3197","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-publikationen","tag-kulturraume","tag-magazin"],"acf":[],"rttpg_featured_image_url":{"full":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",1500,2250,false],"landscape":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",1500,2250,false],"portraits":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",1500,2250,false],"thumbnail":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018-200x300.jpg",200,300,true],"large":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018-683x1024.jpg",683,1024,true],"gs-tiny":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",50,75,false],"xl":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",1500,2250,false],"xxl":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",1500,2250,false],"xxxl":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",1500,2250,false],"xxxxl":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",1500,2250,false],"xxxxxl":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018.jpg",1500,2250,false],"1536x1536":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018-1024x1536.jpg",1024,1536,true],"2048x2048":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018-1365x2048.jpg",1365,2048,true],"tp-image-grid":["http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/kunst-und-kirche-3.2018-700x700.jpg",700,700,true]},"rttpg_author":{"display_name":"admin","author_link":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/author\/admin\/"},"rttpg_comment":0,"rttpg_category":"<a href=\"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/category\/publikationen\/\" rel=\"category tag\">Publikationen<\/a>","rttpg_excerpt":"Editorial im Magazin &#8220;kunst und kirche&#8221; Ausgabe 3.2018 Negar Hakim und Anna Minta Das Europ\u00e4ische Kulturerbejahr 2018 will unter dem Titel \u201eSharing Heritage\u201c das Bewusstsein f\u00fcr ein europ\u00e4isches Kulturerbe (immateriell\/materiell) st\u00e4rken, das die Vielfalt von lokalen, regionalen, nationalen und grenz\u00fcberschreitenden Traditionen erkennt und wertsch\u00e4tzt. Kulturerbe ist letztendlich das Ergebnis vielf\u00e4ltiger Transfer- und Transformationsprozesse. Im Zentrum&hellip;","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3197\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3198"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/baugeschichte.tuwien.ac.at\/website\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}