Hisn al-Bab II, Ägypten

Die frühmittelalterliche Grenze zwischen Ägypten und Nubien

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Projektzeitraum: 2018-2021
Projektleitung: Bauforschung: Marina Döring-Williams
Gesamtprojektleitung: Pamela Rose (ÖAI Kairo)
Projektfinanzierung: FWF – P 31169 Einzelprojekte
Projektteam: Marina Döring-Williams, Irmengard Mayer, Luise Albrecht

Vorläuferprojekt Hisn al-Bab I

Die Festung Hisn al-Bab liegt an der historischen Grenze zwischen Oberägypten und Nubien südlich des ersten Nilkaterakts, zwischen der Alten Staumauer bei Assuan und dem Hochdamm. Die Anfänge und somit ältesten Teile der Festung reichen bis ins 6. vielleicht sogar bis ins 4. Jh. n. Chr. zurück. Die jüngsten Bauphasen datieren in das 10. Jh. n. Chr.
Im 2017 ausgelaufenen Projekt „Ägyptens südliche Grenze im 6.-11. Jahrhundert nach Chr.“ führten die Archäologen des ÖAI (Österreichisches Archäologisches Institut) mehrere Grabungen innerhalb der Festungsanlage durch um Erkenntnisse über Lebensalltag, Handel und Kontrolle an der Grenze zu erhalten.
Durch eine vollständige Dokumentation mittels terrestrischem 3D-Laserscanner durchgeführt vom Fachbereich Baugeschichte und Bauforschung der TU Wien konnten formtreue Ansichten aller Wandflächen erzeugt werden. Diese Dokumentation bildet die Grundlage für die folgende bauhistorische und bautechnische Untersuchung der Festungsanlage.
Der Vergleich mit anderen zeitlich gleich gestellten Festungsbauten in Ägypten und Nubien soll es ermöglichen Hisn al-Bab in einen Kontext zu stellen und Handelsaktivitäten, die Anwesenheit von ägyptischen Händlern bzw. entflohenen Sklaven in Unternubien sowie grenzübergreifende Kontakte zu untersuchen und darzulegen.

Hisn al-Bab, Ägypten