Sitz von ICOMOS Österreich an TU-Wien verlegt!

Veranstaltungsbild
  • Zeit: 7.05.2018, 2:00 bis 31.05.2018, 2:00
  • Ort: TU Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

Am 20.4.2018 erfolgte die physische Verlegung des Sitzes des Österreichischen Nationalkomitees von ICOMOS, des International Council on Monuments and Sites, an die Technische Universität Wien, konkret an den Fachbereich für Baugeschichte und Bauforschung des Instituts für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege. Es ist dies ein logischer Schritt, denn nicht nur unter den länger gedienten ICOMOS-Mitgliedern Österreichs weist dieser Forschungsbereich eine hohe Dichte auf, sondern noch größer ist diese Dichte unter dem ICOMOS-Nachwuchs, den sogenannten Emerging Professionals. Auch unter der bisherigen ICOMOS-Führung engagierte sich diese Gruppe bereits in ungewöhnlichem Ausmaß in den täglichen Monitoring-Angelegenheiten als Monitoring Gruppe für die Weltkulturerbelandschaft Fertö-Neusiedlersee, wie auch in den sogenannten Internationalen Scientific Committees von ICOMOS. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die lange Tradition und intensive Zusammenarbeit des Fachbereiches Baugeschichte – Bauforschung mit dem Forschungsbereich Photogrammetrie in CIPA, dem Internationalen Scientific Committee für Heritage Documentation, hervorzuheben. Em. o.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Peter WALDHÄUSL von der TU-Wien ist übrigens Gründungsmitglied und Ehrenpräsident von CIPA.

Als ICOMOS-Präsidentin wird die nächsten drei Jahre Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Caroline JÄGER-KLEIN die Geschicke dieses Experten-Beirates der UNESCO für Kulturerbeangelegenheiten führen. Sie hat die Lehrbefugnis für Architekturgeschichte mit besonderem Forschungsschwerpunkt auf der Österreichischen Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts inne, betreut seit mehr als 20 Jahren Bauen-im-Bestand-Entwurfsprogramme des Instituts und war zuletzt in besonderer Weise für das Architekturerbe Südost-Europas engagiert. 2013 leitete sie die Südost-Europa-Regionalgruppen-Konferenz von ICOMOS in Wien und 2014 gründete sie die ICOMOS-Gruppe des Kosovo. Seit Februar dieses Jahres vertritt sie zudem die Technische Universität Wien in einem an der Universität Wien am Institut für Kunstgeschichte angesiedeltem, European Research Grant geförderten, Forschungsprojekt zu Habsburg-Bosnien und seiner speziellen Architekturgeschichte. Sie wird, legitimiert durch ihr Mandat als Präsidentin von ICOMOS Österreich, auch in Zukunft die Zusammenarbeit der West-Balkan-Staaten auf dem Gebiet des gebauten kulturellen Erbes durch verschiedene Initiativen, wie eine gemeinsame Ausbildung für die Monitoring-Aufgaben innerhalb der UNESCO-Welterbestätten dieser südosteuropäischen Nachbarländer, verstärken.

In Österreich steht aus höchst aktuellem und brisantem Anlassfall, der drohenden Aberkennung des UNESCO Weltkulturerbe-Status für das Historische Zentrum von Wien, die dringendst notwendige Verankerung des Welterbes in den relevanten Rechtsmaterien wie der Raumordnung an oberster Stelle der Prioritätenliste. Auch dazu bietet die gute, wissenschaftliche Vernetzung innerhalb der Technischen Universität Wien – Architektur und Raumplanung bilden immerhin eine gemeinsame Fakultät – die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchsetzung.

Kontakt:

ICOMOS Office International und
ICOMOS Österreich