Vortrag Flavia Matei: Lehmbau in Rumänien – Bauen für Menschen am Rande der Gesellschaft

Veranstaltungsbild
  • Zeit: 13.11.2018, 19:00 bis 21:00
  • Ort: HS 7 Schütte-Lihotzky, TU Hauptgebäude, 2. Hof, EG

Flavia Matei, geboren 1987 in Timișoara, Rumänien, absolvierte ihr Architekturstudium an der TU Wien. Schon während dieser Zeit beschäftigte sie sich intensiv sowohl mit sozialer Architektur als auch mit traditionellem Lehmbau. Unter anderem war sie Teil mehrerer Projekte des BaseHabitat Linz in Bihar, Indien, und von Architektur ohne Grenzen Österreich.
Ihr erstes eigenes Projekt führte sie 2016 im Rahmen ihrer Masterarbeit in Siebenbürgen, Rumänien, aus: Gemeinsam mit einer Familie vor Ort wurde ein Prototyp für ein Low-Cost-Einfamilienhaus geplant und mit lokalen Materialien ausgeführt. Diesem ersten Haus folgten 2017 und 2018 zwei weitere Häuser für weitere Familien.

Der Vortrag behandelt den Entwurf, die Planung und die anschließende 1:1 Umsetzung eines Einfamilienhauses, unter Berücksichtigung sozioökonomischer Besonderheiten einer Dorfgemeinschaft in Transsilvanien, Rumänien. Hauptziel der Arbeit war es, das Potenzial von Architektur als ein Instrument zur Verbesserung der Lebensqualität für unterstützungsbedürftige Communities in der Praxis zu untersuchen.
Der reale Kontext des Dorfes war für dieses Projekt wesentlich. Die wirtschaftlichen und administrativen Beschränkungen, die das tägliche  Dorfleben definieren, wurden im Entwurfsprozess voll berücksichtigt. Low-Cost- und Do-it-yourself-Konzepte gewährleisten ein besseres Verständnis und eine direkte Anwendbarkeit. Folglich erlebten die Begünstigten mehr Eigeninitiative und Empowerment, sammelten praktisches Know-how und entwickelten ein besseres Verständnis ihrer Ressourcen und Potenziale – alles in einer sicheren, freundlichen und anregenden Arbeitsumgebung.

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