Am 18. und 19. April 2026 war die TU Wien Teil einer internationalen Ausstellung im historischen Bahnhof Tugu in Yogyakarta, Indonesien.
Cultural Collisions ist ein interdisziplinäres Kunst- und Wissenschaftsvermittlungsformat der TU Wien, das unterschiedliche Disziplinen und Menschen zusammenbringt. Im Rahmen von Cultural Collisions Indonesia entstand in Zusammenarbeit mit der Universitas Gadjah Mada (UGM) und dem Institut Seni Indonesia (ISI) Yogyakarta die Ausstellung „Sumbu Filosofi Yogyakarta dan Penanda Sejarahnya”, die anlässlich des Welterbetages (World Heritage Day) im historischen Bahnhof Tugu für die Öffentlichkeit zugänglich war.
Im Mittelpunkt stand die Philosophische Achse von Yogyakarta, eine imaginäre Linie, die sich von Norden nach Süden durch die Stadt zieht und Gunung Merapi im Norden über den Tugu-Obelisken und den Keraton (Sultanspalast) bis zum Panggung Krapyak und dem Südmeer verbindet. Diese Achse, 1755 von Sultan Hamengkubuwana I. angelegt, spiegelt die javanische Lebensphilosophie im Verhältnis des Menschen zu Gott, zur Gemeinschaft und zur Natur in der Stadtstruktur wider. 2023 wurde sie in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Der historische Bahnhof Tugu, Austragungsort der Ausstellung, liegt selbst auf dieser Achse.
An der Ausstellung wirkten 30 Studierende aus drei Disziplinen mit: Kunstkonservierung (ISI Yogyakarta), Indonesische Sprache und Literatur (UGM) sowie Architektur (UGM). Gemeinsam entwickelten sie interaktive Stationen, Modelle der historischen Landmarks entlang der Philosophischen Achse sowie Kunstwerke zur Kulturerbevermittlung. Storytelling spielte dabei eine zentrale Rolle. Zur Eröffnung am 18. April begrüßte der Bürgermeister von Yogyakarta, Hasto Wardoyo, die Gäste und würdigte die Zusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen und der Öffentlichkeit im Dienst des kulturellen Erbes.
Seitens der TU Wien war Ulrike Herbig vom Forschungsbereich Baugeschichte Bauforschung beteiligt, sowie Michael Hoch, der Initiator von Cultural Collisions. Unterstützt wurde die Veranstaltung zudem von PT Kereta Api Indonesia Daop 6 Yogyakarta, der UPT Balai Pengelolaan Kawasan Sumbu Filosofi, der Dinas Kebudayaan DIY sowie dem UGM-UNESCO Chair in Heritage Cities Conservation & Management.
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