Museum Affandi in Yogyakarta

affandi-museum
Projektzeitraum: seit 2016
Projektleitung: Ulrike Herbig
Projektfinanzierung ASEA UNINET (ASEAN-European Academic University Network)
FFG FemTech Praktika
Projektteam: Ulrike Herbig, Gudrun Styhler-Aydin, Doris Grandits, Lukas Stampfer
(Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege, Fachgebiet Baugeschichte und Bauforschung, TU Wien)
Ulrich Pont
(Institut  für Architekturwissenschaften, Abt. Bauphysik und Bauökologie, TU Wien)
Projektpartner: Ikaputra, Universitas Gadjah Mada, Department of Architecture and Planning, Faculty of Engineering, Yogyakarta (ID)
Patricia Engel, Donau Universität Krems, European Research Centre for Book and Paper Conservation-Restoration (AT)

Affandi (1907-1990) zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Künstlern Indonesiens. Sein reiches Schaffen umfasst hunderte Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, aber auch ein Museum, das seine Kunst präsentiert. Für den Entwurf des Museums ließ sich Affandi sowohl von moderner Kunst als auch von der traditionellen vernakulären Architektur Indonesiens inspirieren. Der Gebäudekomplex stellte gleichermaßen Wohn-, Schaffens- und Ausstellungsort für Affandi und seine Familie dar. Die Anlage befindet sich in einem anmutig gestalteten Garten mit üppigem Baum- und Pflanzenwuchs. Seit in den 1960er Jahren mit dem Bau des Museums in der Innenstadt von Yogyakarta am Ufer des Gajah Wong Flusses begonnen wurde, ist das ursprüngliche Gebäudeensemble in mehreren Bauphasen um zusätzliche Galerien, eine Restaurierwerkstatt sowie Lager- und Serviceräume erweitert worden. Heute zeigen die meisten der Gebäude Verfallserscheinungen. Restaurierungen sind dringend nötig, sowohl zur Erhaltung dieses einzigartigen Raumensembles als auch zum Schutz von Affandi`s Kunst.

Das Projekt gliedert sich in 3 Arbeitspakete:

  • In Kooperation mit der Universitas Gadjah Mada wurde eine umfassende Bauaufnahme und Zustandsdokumentation des Gebäudeensembles durchgeführt.
  • An der Donau Universität Krems wird eine Strategie zur nachhaltigen Konservierung aller auf Papier aufgebrachten Gemälde und Zeichnungen entwickelt und in Workshops vor Ort vermittelt. Darüber hinaus kommt auch der Untersuchung und Optimierung des Raumklimas in den Ausstellungsräumen zur Erhaltung der Kunstwerke große Bedeutung zu.
  • In einem dritten Schritt wird von den Projektpartnern ein Konzept zur Restaurierung des Museums und seiner Exponate entwickelt, das die unterschiedlichen Parameter der Bewahrung von Affandi`s künstlerischem Schaffen vereint.
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 Affandi’s Ruhestätte im Garten des Affandi Museum  Das Wohnhaus Affandi’s
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 Darstellung der Punktewolke als ein Ergebnis des 3D Laserscans mit dem Onlinepunktewolkenviewer potree entwickelt von Markus Schütz