Die Monikapforte in Salzburg

bildstreifenmonika
Projektzeitraum: 2014-2015
Projektleitung: Gerold Eßer
Projektfinanzierung: BDA Salzburg
Projektteam: Gerold Eßer, Thomas Mitterecker, Franz Zehetner

Die Monikapforte ist ein Teil der späteren Wehranlage Salzburgs, die unter Erzbischof Paris Lodron im Zuge des 30-Jährigen Krieges erbaut wurde. Sie gehört zu einem Komplex aus hintereinander gelagerten Bastionen und Pforten, welcher als „Müllnerschanze“ bekannt ist. Da die Pforte für den Autoverkehr zu schmal ist, wurde schräg dazu an ihr vorbeilaufend eine Behelfsbrücke errichtet. Diese soll nun durch eine dauerhafte Lösung ersetzt werden. Da diese Maßnahme zumindest optisch Einfluss auf den Bestand haben wird, wurde seitens des Denkmalamtes eine genaue Dokumentation und Analyse der Monikapforte verlangt. Die TU Wien erhielt den Auftrag.

Die Vermessung der Monikapforte inklusive der angrenzenden Wehranlage wurde mittels tachymetergestütztem terrestrischen 3D-Laserscanning innerhalb von 2 Tagen durchgeführt. Zusätzlich entstand eine fotografische Dokumentation sämtlicher Wandbereiche, die mithilfe der Daten aus den Laserscans photogrammetrisch entzerrt werden konnten. Des Weiteren wurden auf Basis der Scans detaillierte formtreue Grundrisse, Schnitte, Ansichten und ein Lageplan der Anlage erstellt. Eine Mauerwerksanalyse half unterschiedliche Bauabschnitte zu finden und zu kartieren.

Der Bericht zu diesem Projekt wurde 2015 eingereicht und bildete einen wichtigen Bestandteil des Gutachtens, das die Vorgaben für Ausführung einer neuen Brücke festlegte.