Moscheen im Wandel

Moscheen im Wandel

Wie soll oder kann im Zeitalter der kulturellen Globalisierung eine Moschee, d.h. ein Bau, dessen Name übersetzt »Ort des Niederwerfens« heißt, aussehen? Diese Fragen steht im Fokus eines Forschung-in-der-Lehre-Projekts des Forschungsbereichs Baugeschichte :: Bauforschung, in dessen Rahmen die zeitgenössische Sakralarchitektur des Islam untersucht und diskutiert wird. Die Analysen sind bestimmt von der aktuellen Situation, in der selbst in den islamischen Ländern die Planung sakraler Architektur unter einem enormen Rechtfertigungsdruck und oft im Kreuzfeuer massiver Negativkritik steht. Dennoch zeichnen sich bei den Moscheen mittlerweile Tendenzen einer “global architecture” in der muslimisch kontextualisierten Baukunst ab – mit offensichtlichem Trend zu einer „internationalen islamischen Moderne“. Es werden Raum, Architektur und Konstruktion historischer Moscheen untersucht. Aber auch der Entwicklungsgeschichte, den Nutzungsveränderungen und –potenzialen der neueren und neuesten Moscheen innerhalb und außerhalb der islamischem Länder sowie ihrer Bedeutung als Assoziationsträger wird nachgegangen – immer vor dem Hintergrund von Tradition und Transformation.

Im Rahmen dieses Projekts organisiert der Forschungsbereich Baugeschichte :: Bauforschung eine Ausstellung, in der 25 ausgewählte Moscheen aus vier Kontinenten im Kontext der Projektergebnisse vorgestellt werden. Paul Böhm (Köln), Alen Jasarevic (Augsburg/Mering) und Ernst Fürlinger (Wien) u.a. werden sich im begleitenden Symposium auf neutralem wissenschaftlichem Podium mit dem brisanten Themenkomplex auseinandersetzen. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.


Ausstellungseröffnung am 20.11.2019 um 19:00 Uhr im Festsaal der TU Wien

Projektdaten